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Ganghofer Museum in Leutasch

Einer der bekanntesten Heimatschriftsteller seiner Zeit, Ludwig Ganghofer (1855 - 1920) verbrachte viele Wochen des Jahres in seinem Jagdhaus "Hubertus" bei der Tillfußalm im Leutascher Gaistal.

Dort verfasste er einen seiner bekanntesten Romane "Das Schweigen im Walde". Zudem empfing er dort viele Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur wie Richard Strauss oder Hugo von Hofmannsthal. Durch seine Einnahmen konnte er eine der größten Jagden der Nordalpen, die Gaistaljagd pachten. Von den zahlreichen Reitsteigen, die er anlegen ließ, sind auch heute noch viele erhalten.

Das Ganghofer Museum bietet sich für geschichtlich und kulturell interessierte Wanderer an. Gleich neben der Kirche im Ortsteil Kirchplatzl erhalten Sie Einblicke in Leben und Werk von Ludwig Ganghofer, die Jagd in der Leutasch sowie die Leutascher Dorfgeschichte.

Tiroler Volkskunstmuseum

Das Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck zählt zu Europas schönsten seiner Art.

Den Beschluss ein "Tiroler Gewerbemuseum" in Innsbruck zu errichten fasste der Tiroler Gewerbeverein im Jahre 1888. Um dem Tiroler Handwerk neue Anregungen zu geben, galt die anfängliche Sammeltätigkeit zeitgenössischen, handwerklich vorbildlichen Erzeugnissen. Diese wurde in der Folge auf die "Gegenstände alttirolischen Kunstgewerbes und auf die Erzeugnisse tirolischen Hausfleißes" ausgedehnt.

Im Besitz der Handels- und Gewerbekammer wurde 1903 das "Tirolische Museum für Volkskunst und Gewerbe" gegründet. Bekam allerdings erst später in den Gebäuden des ehemaligen Franziskanerklosters in der Innsbrucker Universitätstraße eine bleibende Heimstatt. 1926 wurden die wertvollen Sammlungen dem Land Tirol mit der Verpflichtung übergeben, sie "in einem öffentlich zugänglichen Museum aufzustellen". 

So entstand das  "Tiroler Volkskunstmuseum" welches 1929 eröffnet wurde.

Schon vor dem Ersten Weltkrieg wurde ein großer Teil der Gegenstände angekauft. Das alte Land Tirol mit dem heutigen Trentino (ehem. Welschtriol) und den ladinischen Tälern rund um die Dolomiten war das Sammlungsgebiet. Sie stammen aus den verschiedensten sozialen Schichten wie z.B. dem Bauernstand, dem Bürgertum aber auch dem Adel. Kunsthandwerk und Kunstgewerbe, Hausindustrie, Volksfrömmigkeit, Masken und Trachten sind Schwerpunkte der Ausstellung.

Der Besuch im "Tiroler Volkskunstmuseum" lohnt sich also für jeden Kunstliebhaber!

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

Durch die bedeutenden und umfassenden Sammlungsbestände von der Kunstgeschichte über die Archäologie, Geschichte, Naturwissenschaften und Musik wurde das Ferdinandeum zu einem Museum von internationalem Rang.

Nach Budapest und Graz war es 1823 das drittälteste "Nationalmuseum" in der österreichisch-ungarischen Monarchie. Das Ferdinadeum bewegt sich durch seine Sammlungsbestände im internationalen Spitzenfeld von Landes- bzw. Nationalmuseen. Zudem ist es Teil und Spiegelbild der Identität Tirols. Die Fassade wurde im Stil der Florentiner Neurenaissance erbaut und ist einzigartig in Innsbruck. Seit seiner Gründung ist es ein universell auf die Kulturgeschichte des Landes ausgerichtetes Museum mit dem Ausblick auf eine eurpäische Orientierung.

Begeben Sie sich auf eine spannende Reise durch die Vor- und Frühgeschichte Alt-Tirols. Der Austellungsrundgang präsentiert internationale und regionale Objekte der Kunstgeschichte. Der Ausstellungsbogen spannt sich von der Urgeschichte über die Römerzeit, das frühe Mittelalter, die Romanik, die Gotik, das Barock und das 19. Jahrhundert bis hin in die Gegenwart. Das Angebot wird nochmals durch Sonderausstellungen, Konzerte und Vermittlungsaktionen erweitert. Außerdem verfügt das Ferdinandeum als Besonderheiten über eine exquisite Niederländersammlung - darunter Rembrandt und Brueghel - Jakob-Stainer-Instrumente, wunderschöne Biedermeier-Exponate und ein Meisterwerk mittelalterlicher Emailkunst - die Artuqidenschale.

Diese Historischen Sammlungen werden zum Teil in einer Dauerausstellung im Zeughaus präsentiert.

Zeughaus

Das Zeughaus präsentiert sich als Haus der Trioler Kulturgeschichte.

Durchwandern Sie chronologisch die regionale Geschichte, welche mit prähistorischen Funden beginnt. Der Silberbergbau, die Salzgewinnung, der Freiheitskampf von 1809, aber auch der Tourismus sowie die beiden Weltkriege werden Ihnen anschaulich präsentiert.

Nach den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Tirol und der Schweiz um 1499 beschloss der damalige Tiroler Landesfürst Maximilian I. in Tirol mehrere Waffenarsenale bzw. Zeughäuser zu errichten.

Im 15. Jahrhundert wurden die feudalen Ritterheere durch bezahlte Söldner, die so genannten "Landsknechte" ersetzt, welchen die Ausrüstung zur Verfügung gestellt werden musste, die bis dahin in den Arsenalen lagerte. Hauptsächlich aus diesen Gründen ließ Maximilian I. um 1500 im unbebauten Areal der "Kohlstatt" zwischen Sill und Sillkanal ein neues Zeughaus errichten. In den offen gehaltenen Ergeschosshallen war die berühmte und gefürchtete Artillerie des Kaisers beherbergt und in der oberen Etage das gesamte Kriegsgerät.

Wussten Sie, dass das Wort "Zeug" in der früheren Zeit für "Ausrüstung" und "Gerät" verwendet wurde?

Galerie im Taxispalais

Der nichtkommerzielle, öffentliche Ausstellungsort für internationale zeitgenössische Kunst  die Galerie im Taxispalais, die Galerie des Landes Tirol wurde 1963 gegründet.

1999 wurde die gelungene architektonische Adaption an das ursprünglich barocke Gebäude von Architekt Hanno Schlägl, mit dem österreichischen Bauherrenpreis prämiert. Auf 2 Ebenen umfasst die Galerie 1400 m² davon werden 500 m² für die Ausstellung genutzt. Die behindertengerecht eingerichtete Galerie besitzt neben den 5 Ausstellungsräumen ein kleines Café sowie einen öffentlich zugänglichen Leseraum mit zahlreichen internationalen Kunst- und Kulturzeitschriften.

Im Februar 1999 war die Neueröffnung der zu einer "kleinen Kunsthalle"erweiterten Galerie im Taxispalais. Der Sinn war der vom Land Tirol gewünschte "Neuanfang". Dieser hatte eine neue programmatische Positionierung der Galerie sowohl im Tiroler als auch im internationalen Kunstgeschehen zu Folge.

Die Galerie im Taxispalais versteht sich als offene, disziplinübergreifende Plattform, wo Kunst sich mit kritischen Diskursen trifft und Informationsaustausch stattfindet. Sie stellt den Anspruch, dass sich die Kunst und die Formen ihrer institutionalisierten Präsentation nicht in einer "Einweg"-Kommunikation zur Gesellschaft verhalten, sondern eine partizipatorischen Austausch mit dieser suchen. Durch die mehrjährige Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Publikum im Allgemeinen wie auch der Kunstkritik im Besonderen hat sich gezeigt, dass das Interesse an Gesellschafts- und Kulturpolitischen Fragestellungen in der Kunst und im Kunstdiskurs sehr groß ist. Folglich der jeweiligen Thematik erzeugen die Ausstellungen Interaktionen und Diskussionen mit ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, die damit ein breites Spektrum der Kunstöffentlichkeit repräsentieren. Diese Diskurskultur und damit der Kontakt mit dem Publikum wird durch die Symposien, Podiumsdiskussionen, Einzelvorträge usw. aufrechterhalten. Durch die Galerie im Taxispalais wurden wichtige Persönlichkeiten aus dem Kunst- und Wissenschaftsbereich vielfach erstmalig nach Innsbruck gebracht.

In institutionalisierter Form wird dem Publikum als eine wichtige Funktion das Vermittlungsprogramm angeboten. (LehrerInneneinführungen, kostenlose Kunstauskunft, Workshops, Führungen, Kunstgespräche für Schulklasse, u.a.) Im Leseraum haben Sie die Möglichkeit, sich parallel zu den Ausstellungen über Hintergründe und aktuelle Positionen zu informieren.